Workshops
 

Willkommen in der 3. Dimension

2.) Techniken zur Aufnahme von Stereobildern

Damit zwei Flachbilder auch tatsächlich ein Stereobildpaar (bestehend aus linkem und rechtem Stereo-Halbbild) ergeben, müssen einige wesentliche Forderungen erfüllt werden.

Es müssen zwei Aufnahmen des gleichen Objektes sein, aufgenommen von zwei seitlich versetzten Aufnahmestandorten mit genau parallelen Aufnahmeachsen, ohne jedes Verkanten oder Verdrehen.

Der Abstand der beiden Aufnahmeachsen, auch Stereobasis genannt, darf nicht zu groß sein.

- Die naturgetreue Stereofotografie: Wenn ein möglichst naturgetreuer Raumeindruck erreicht werden soll, muss eine Basis entsprechend dem Augenabstand von etwa 65 - 75 mm gewählt werden. Geringe Abweichungen sind unkritisch, oberhalb von 10cm wirkt der Raumeindruck jedoch schon ziemlich übertrieben.

- Für Fernaufnahmen wird von der Möglichkeit, die Tiefenwirkung durch eine größere Stereobasis zu steigern, ganz bewußt Gebrauch gemacht. So lassen sich beispielsweise mit mehreren Metern (!) Stereobasis ganze Gebirgszüge so abbilden, als würde man auf eine Modelllandschaft blicken.

- Für Makroaufnahmen liegt die Stereobasis bei 10 - 20 mm. Flache Objekte vertragen eine etwas größere Basis, tiefere Objekte dagegen nur einen kleineren Wert. Auf alle Fälle bleibt viel Raum zum experimentieren, eine oder zwei Aufnahmen mehr mit unterschiedlicher Basis sind niemals schädlich.

Alle Abbildungsparameter, wie Brennweite, Schärfeneinstellung, Belichtung usw. müssen für beide Aufnahmen absolut gleich sein.

Die Aufnahmen sollten keine Unschärfe zeigen, da dies im Stereobild immer unrealistisch wirkt.

 

Es gibt nun prinzipiell zwei verschiedene Möglichkeiten, Stereobilder herzustellen. Entweder werden die beiden Aufnahmen gleichzeitig aufgenommen oder zeitlich versetzt nacheinander.

Mit der ersten Möglichkeit kann man beliebige, und vor allem sich bewegende Objekte fotografieren, benötigt dafür aber eine echte Stereokamera oder aber zumindest zwei normale Kameras, die nebeneinander auf einer Schiene montiert sind und sich gleichzeitig auslösen lassen. Obwohl genau dies der Weg ist, mit dem viele Stereofotografen beginnen, ist er gleichzeitig technisch der Anspruchsvollste, denn schon geringste Abweichungen in Belichtung, Brennweite oder Auslösepunkt machen sich im Ergebnis störend bemerkbar.

Wer sich jedoch auf reine Stilleben beschränkt, der kann auch ohne große Neuinvestitionen Stereoaufnahmen herstellen, denn bei unbewegten Objekten gibt es ja immer noch die Möglichkeit, erst die eine Aufnahmen und dann die Andere zu machen. Zwischen den beiden Aufnahmen darf natürlich nichts verändert werden. Dies gilt im besonderen Maße für die Lichtquelle, so daß bei Blitzaufnahmen der Blitz keinesfalls am Objektiv oder der Kamera befestigt werden darf.

In diesem Workshop wird die 2. Methode zur Aufnahme eines Stereobildes genutzt. Sie bietet einen kostengünstigen Einstieg mit der bereits vorhandenen Hardware.

 

Kapitel 3:  Techniken zur Betrachtung von Stereobildern  

 

Immer up to date mit den neusten Änderungen auf IXUS-World?
Kein Problem. Abonnieren Sie einfach den kostenlosen Newsletter von
IXUS-World. Wie? Einfach hier klicken und die eMail-Adresse hinterlassen.
 

Hintergrund-
wissen

Techniken zur
Aufnahme von
Stereobildern

Techniken zur
Betrachtung von
Stereobildern

Bau einer
Aufnahmehilfe
(Prototyp)

Das erste
Stereofoto

Erzeugung eines
Anaglyphen-
bildes

Betrachtung und
erste Bilder

       
 
Last Update: