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Externe Spannungsversorgung der IXUS-Serie

2.) Bau eines Akkudummys

Um die IXUS-Serie mit einer externen Spannungsversorgung zu verbinden, wird ein Akkudummy benötigt. Die folgende Anleitung beschreibt den Bau eines solchen Dummys in Sandwichbauweise. Das Ziel war eine Anleitung zu erstellen, die für die meisten Anwender zu verwirklichen ist.

 

Benötigte Materialien und Werkzeuge:

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ein Bogen Pappkarton (ca. 1.5 mm stark, z.B. Passpartoutkarton)  
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ein Mono-Klinkenstecker (3.5 mm)  
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eine Mono-Klinkenbuchse (3.5 mm, für Printmontage)  
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zwei Metallstreifen aus Kupfer/Blech (oder Vergleichbares)  
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ein Bastelmesser  
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ein Locher oder eine Lochzange  

Der geplante Akkudummy muß ca. die Maße 49,5 x 32 x 10.5 mm haben. Mit dem von mir verwendeten Passpartoutkarton (erhältlich in jedem Bastelladen) sind diese Maße durch 7 Lagen der Größe 49,5 x 32 mm zu erreichen. Um die Klinkenbuchse am Kopf des Akkus befestigen zu können, wird dort als Abschluß eine Lage des Kartons aufgeklebt. Die einzelnen Schritte sind im Folgenden näher beschrieben.

Aus der Pappe werden mit dem Bastelmesser 7 Rechtecke mit der Kantenlänge 48 x 32 mm geschnitten.
   
Aus einem der Rechtecke wird eine Fläche mit den Maßen 12 x 15 mm geschnitten (rot schraffierte Bereich). An den Kanten bleibt jeweils rechts und links ein Steg mit einer Breite von 10 mm stehen.
   
Jetzt wird aus vier Rechtecken jeweils eine Fläche mit den Maßen 12 x 20 mm geschnitten (rot schraffierter Bereich). An den Kanten bleibt jeweils rechts und links ein Steg mit einer Breite von 10 mm stehen.
   
Aus Zweien der eben geschnittenen Rechtecke wird zusätzlich eine Fläche von 24 x 22 mm geschnitten (rot schraffierter Bereich). Es entsteht dann das nebenstehende Gebilde.
   
Aus einem noch unberührten Rechteck wird nun nebenstehende Figur (T-Form) geschnitten. Der Streifen der am unteren Ende entfernt wird, damit das Stück Pappe die Höhe von 35 mm hat, wird im nächsten Schritt noch benötigt.
   
Der eben abgeschnittene Pappstreifen wird nun auf die Maße 32 x 10,5 mm zugeschnitten.
Mit einem Lineal wird der Mittelpunkt der Fläche ermittelt (einfach eine Linie von links unten nach rechts oben und von links oben nach rechts unten ziehen, der Schnittpunkt ist der Mittelpunkt). Mit einem Locher oder einer Lochzange schneidet man an dieser Stelle ein Loch in das Stück Pappe. Durch dieses Loch wird später die Öffnung der 3,5 mm Klinkenbuchse geführt. Um mit einem Locher das Loch an der korrekten Stelle zu platzieren, ermittelt man den Mittelpunkt wie eben erwähnt. An dem Locher entfernt man die Bodenplatte (in diesem Gefäß wird der Lochermüll gesammelt). Das zu lochende Stück Pappe schiebt man unter eine der Stanzen. Durch die Öffnung im Locher kann man anhand der Markierung auf der Pappe ihre korrekte Position ermitteln.

 

So ähnlich sollten die einzelnen Pappstücke am Ende aussehen.

 

Als Kontaktflächen können dünne Kupfer- oder Blechstreifen verwendet werden. Ich selbst habe ein altes Relais zerlegt und die darin verbauten Kontaktstreifen zweckentfremdet.

Die Kontakte werden entsprechend nebenstehendem Bild gebogen. Sie werden später über eine der Pappschichten geschoben, sollten also entsprechend der verwendeten Pappe angepaßt werden.
   
Jetzt werden die ersten Teile des Akkus zusammengeklebt. Benötigt wird das Rechteck der Größe 32 x 48 mm mit dem Ausschnitt der Größe 12 x 15 mm und das T-Stück. Die eben gebogenen Kontakte werden auf das Rechteck entsprechend nebenstehendem Bild geschoben und festgeklebt. Das T-Stück sitzt an der unteren Kante und deckt die 12 x 15 mm große Öffnung ab. Es empfiehlt sich die Kontakte entsprechend einem echten Akku mit + und - zu bezeichnen.
   
Als nächstes werden die beiden Rechtecke mit der größten Öffnung zusammengeklebt. Danach wird das oben angefertigte Stück mit den Kontakten auf den Rücken gelegt, und die gerade geklebten Pappstücke entsprechend nebenstehendem Bild zusammengeklebt. Im Inneren sollten die beiden Kontaktflächen zu sehen sein. Hier wird jeweils ein Kabel angelötet.
   
Jetzt wird das gelochte Pappstück der Größe 10,5 x 32 mm benötigt. In die Öffnung wird die Klinkenbuchse geklebt. Eventuell muß die Öffnung ein wenig vergrößert werden. Das rechte Bild hat einen entscheidenden Fehler. Die Öffnung der Klinkenbuchse steht über die Pappe hinaus. Das darf nicht sein, sonst gibt es Probleme beim Öffnen des Akkudeckels der IXUS. Die Klinkenbuchse muß bündig mit der Pappe abschließen!
   
Jetzt wird die Pappblende mit der eingeklebten Klinkenbuchse in den oben vorgefertigten Akkudummy eingeklebt. Die Kabel werden mit den entsprechenden Kontakten verlötet. Die Zugehörigkeit der Kontakte kann mit einem Durchgangsprüfer ermittelt werden.
   
Jetzt werden die beiden noch übrigen Rechtecke der Größe 32 x 48 mm mit dem 12 x 20 mm großen Ausschnitt auf den Akkudummy geklebt, um die eingelöteten Kabel zu verschließen. Um ein Eindrücken der Klinkenbuchse zu verhindern wird der Freiraum zwischen Klinkenbuchse und den Pappstücken mit entsprechenden Pappstreifen aufgefuttert.
   
Im letzten Schritt wird der Akkudummy mit dem letzten Stück Pappe verschlossen. Sollte der Akkudummy nicht auf anhieb passen, dann kann er, falls er ein wenig zu dick geraten ist, mit feinem Sandpapier zurechtgeschliffen werden.

Dem Einsatz mit der im ersten Kapitel erwähnten Schaltung steht nun nichts mehr im Wege. Bei der Herstellung eines entsprechenden Kabels zur Verbindung der Schaltung mit dem Akkudummy ist unbedingt auf die korrekte Polung zu achten! Bei verpoltem Anschluß kann die Elektronik der Kamera zerstört werden.

 

Kapitel 1: Bau eines Spannungsreglers  

 

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