Externe Spannungsversorgung der IXUS-Serie
1.) Bau eines Spannungsreglers
Wer seine Digitalkamera öfters zu hause betreibt
oder als Webcam nutzt, wird sicher schon einmal an die Anschaffung
eines entsprechenden Netzteils gedacht haben. Ein Anschluss direkt
an die Versorgungsspannungen des PCs wäre da natürlich
eine interessante Lösung.
Achtung! Im folgenden Workshop wird mit elektronischen
Bauteilen gearbeitet. Der Nachbau wird nur mit entsprechendem Fachwissen
geraten. Es wird keine Haftung für eventuelle Schäden
übernommen.
Bei der Nutzung der Kamera streikt meist im entscheidenden Augenblick
der Akku. Hat man einen PC oder eine Steckdose in der Nähe,
wäre die Nutzung eines entsprechenden Netzteils eine Alternative.
Im Internet sind einige Postings von mutigen Usern zu lesen, die
Ihre Kamera mit einem stabilisierten Netzteil bei 4,5V betreiben.
Die offizielle Versorgungsspannung liegt bei maximal 4,3V. Bei einer
Überschreitung um 0,2V bewegt man sich zwar eventuell noch
im Toleranzbereich, aber man muß es ja nicht darauf ankommen
lassen.
Wer sich auf der sicheren Seite bewegen will, kann mit einer kleinen
Schaltung die Ausgangsspannung auf den entsprechenden Wert regeln.
Der Kostenaufwand ist erträglich und liegt bei ca. 5,- EUR.
Es werden folgende Werkzeuge und Bauteile benötigt:
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ein Elektronik Lötkolben mit entsprechend
kleiner Lötspitze |
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Lötzinn, Abisolierzange, usw. |
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R1:
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Widerstand 240 Ohm, Toleranz 0.1% oder 1% |
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R2:
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Widerstand 560 Ohm, Toleranz 0.1% oder 1% |
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D1 - D2:
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Diode 1N4001 oder 1N4007 |
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C1:
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Kondensator 0.1 microF |
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C2:
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Kondensator 10 microF, Elektrolyt |
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C3:
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Kondensator 1 microF, Tantal |
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LM317:
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Spannungsregler LM317, TO220 |
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Platine:
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Streifenrasterplatine |
Eine gute Adresse für die Beschaffung der Bauteile ist der
Onlinehändler RS-Components. (http://www.rs-components.de)


Der Aufbau auf einer Streifenrasterplatine könnte am Ende
dem Obigen ähneln. Im folgenden PDF-File ist eine Tabelle hinterlegt,
die als Grundlage für den Schaltungsaufbau auf einer Streifenrasterplatine
dienen soll. Die Zeilen der Tabelle entsprechen den Kupferbahnen
auf der Platine. Die Metallstifte auf dem Bild haben von links nach
rechts, paarweise, folgende Funktion (Spannungsversorgung, Ausgangsspannung).
Bauplan
für Spannungsregler (PDF)
Die gewählten Bauteile erzeugen bei einer Eingangsspannung
zwischen 6V - 35V eine konstante Ausgangsspannung von ca. 4,0V -
4,1V bei maximal 1,5A. Durch die Änderung des Widerstandes
R2 lassen sich auch andere Ausgangsspannungen erzeugen. Dieser Widerstand
läßt sich für eine gewünschte Ausgangsspannung
mit folgender Formel berechnen.

Als Spannungsversorgung kann ein normales Steckernetzteil mit entsprechender
Leistung verwendet werden. Die Versorgungsspannung sollte ungefähr
2V über der gewünschten Ausgangsspannung liegen, bei dieser
Schaltung also bei 6V, um eine exakte Funktionsweise des Spannungsreglers
zu ermöglichen.
Wer einen PC in der Nähe seiner Kamera hat benötigt kein
zusätzliches Netzteil. Die obige Schaltung wird einfach an
die 12V-Versorgungsleitung des PC-Netzteils gehängt. Die 12V
können an einem Stromstecker zwischen der gelben (+) und schwarzen
(-) Leitung abgegriffen werden.
Die oben gezeigte Schaltung hat leider einen kleinen Nachteil.
Der Spannungsregler erwärmt sich stark. Um die Sicherheitsschaltung
nicht auszulösen benötigt er zusätzlich einen Kühlkörper
um die Verlustleistung abzuführen. Damit dieser nicht zu groß
gewählt werden muß empfiehlt es sich, die Schaltung nicht
an eine höhere Sapnnung als 12V anzuschließen (theoretisch
sind bis 35V möglich). Der Kühlkörper sollte einen
Wärmewiderstand < 5°C/W haben.
Es geht noch einfacher
Wer seine Kamera garantiert nur am PC betreiben will, der kommt
noch einfacher auf die nötige Spannung von 4.3 V. Das PC-Netzteil
liefert an einem Stromanschluß zwischen der roten (+) und
schwarzen (-) Leitung eine stabilisierte Spannung von 5V. Schaltet
man eine Diode (z.B. 1N5400, 50V, 3A) in Durchlaßrichtung
in die Plusleitung, fallen an der Diode zwischen 0.6 - 0.7 V ab.
Man erhält also eine Spannung von ca. 4.3 - 4.4V. Mit dieser
Spannung bewegt man sich meiner Meinung nach gerade an der Grenze
des Möglichen. Die Serienschaltung zweier Dioden würde
einen Spannungsabfall zwischen 1.2 - 1.4V erzeugen. Eventuell funktioniert
die Kamera noch mit einer Ausgangsspannung von 3.6 - 3.8V. Einen
Versuch wäre es auf alle Fälle wert. Der Vorteil dieser
Methode ist der extrem geringe Preis (ca. 0,50 EUR) und der sehr
geringe Aufwand.
Kapitel 2: Bau
eines Akkudummys 
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