Der richtige Dreh - Auf der Suche nach dem Nodalpunkt
3.) Bestimmung des Nodalpunktes
Nachdem unsere Justageplatte fertig ist kann es an die Bestimmung
des Nodalpunktes gehen. Dazu wird unsere Konstruktion auf einem
Stativ befestigt, und zwar an der Stelle einer der X - Achsen. Welche
besser geeignet ist muß experimentell ermittelt werden. Bei
mir stellte sich heraus, das die weiter vorne liegende die Richtige
ist. Danach wird die Kamera an der Y - Achse befestigt. Es kann
sein, das ein kleiner Abstandshalter benötigt wird, damit sich
die Schrauben und die Kamera nicht in die Quere kommen.
Die erste Justage ist recht simpel vorzunehmen. Man setzt sich
vor das Stativ mit montierter Kamera und richtet nun die Justageplatte
in Bewegungsrichtung der X - Achse so aus, das der Objektivmittelpunkt
über der Drehachse des Stativs sitzt.
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Für die zweite Justage braucht man etwas Geduld und zwei senkrechte
Bezugspunkte im Freien, z.B. einen Laternenpfahl und eine Häuserecke.
Der Pfahl muß dabei im Bereich von ca. 30 - 50 cm vor der
Kamera stehen, die Häuserecke sollte 10 - 50 m entfernt sein.
Das Stativ ist mit Hilfe einer Wasserwaage einigermaßen gerade
auszurichten.
Bei eingeschalteter Kamera muß man das Stativ jetzt so ausrichten,
daß im LCD-Display an einem Rand die Außenkante des
Laternenpfahls im Vordergrund zu sehen ist und daneben die im Hintergrund
liegende Ecke. Ein Schwenk der Kamera mittels des Stativs zeigt,
ob man per Zufall schon von Anfang an den Nodalpunkt gefunden hat.
Ändert sich der Abstand von Laternenpfahl und Hausecke nicht,
dann ist man schon am Ziel. So schnell geschieht das in der Regel
aber nicht. Ändert sich der Abstand beider Bezugspunkte, muß
die Kamera auf der Y - Achse verschoben werden. Danach wiederholt
man die Prozedur des Kameraschwenkens und kontrolliert seine Einstellungen.
Hat man nach längerem Probieren den Punkt gefunden, bei dem
sich der Abstand zwischen Hausecke und Laternenpfahl nicht mehr
ändert, markiert man die Einbauposition der Kamera auf der
Justageplatte. Der experimentelle Teil ist hiermit beendet. Um den
Einstellungsvorgang noch etwas besser zu verdeutlichen, habe ich
zwei kleine Videofilme erstellt, die eine korrekt eingestellte und
eine falsch eingestellte Kamera zeigen. Die Bezugspunkte sind jeweils
am Filmanfang und am Filmende mit einer roten Linie markiert.
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