Lomo - Kult ist Kult
Die besondere Charakteristik der Lomobilder ist mit den
heute hochentwickelten Kameras leider - oder zum Glück -
nicht mehr möglich. Mit der digitalen Fotografie und einer
Bildbearbeitungssoftware kann man aber recht einfach den Zauber
vergangener Bilder wieder hervorrufen.
| Die Lomo LCA ist ein Fotoapparat, oder zumindest das, was
man im Rußland der Sechziger darunter verstand. Soweit
herrscht Einigkeit. Wer aber glaubt, Lomographie hätte
irgend etwas mit Fotografie zu tun, ist auf dem Holzweg. |
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Lomographen versuchen, mittels Lomo die Wirklichkeit auf Brom und
Silber zu bannen. Dabei mögen sie auf alle möglichen Resultate
hoffen, aber auf eines bestimmt nicht: ein perfektes Bild.
Denn halbwegs perfekt an Lomographien ist bestenfalls die Belichtung.
Dafür sorgt eine eingebaute Automatik. Der Rest ist verwackelt,
unscharf, aus unmöglichen Positionen aufgenommen und meistens
zur Hälfte abgeschnitten.
Wenn ein Bild so aussieht, als ob der Lomograph und sein Objekt
während der Aufnahme in ein Erdbeben der Stärke neun samt
anschließender Feuersbrunst geraten seien, hat der Lomograph
seine Sache gut gemacht.
Lomographisch gesagt: Er hat sich "vom Diktat des guten Bildes
befreit". Soll heißen: Ein Bild ist noch lange nicht
schön, bloß weil es technisch brillant ist. Im Gegenteil:
"Der Charme von Lomographien liegt in der Zufälligkeit
der Bildentstehung." Jenem Faktor X, den die Hersteller von
vollautomatischen Kameras kurzerhand ausgerottet haben.
Wer sich trotz seiner perfekten Kamera mal wieder nach einem Bild
aus der Sternstunde der Lomographen sehnt, der erreicht mit einer
Bildbearbeitungssoftware wie Photoshop ein vergleichbares Ergebnis.
Die nötigen Schritte werden im Folgenden erklärt.
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Zuerst öffnen Sie ein Bild
Ihrer Wahl. Der Workshop wird anhand des rechts zu sehenden
Bildes durchgeführt.
Erhöhen Sie den Kontrast des Bildes über Bild
/ Einstellungen / Helligkeit und Kontrast um ca.
30 Punkte. Um den selben Wert erhöhen Sie die Sättigung
über Bild / Einstellungen / Farbton und Settigung.
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Das Ergebnis der ersten beiden
Manipulation sieht dann nacheinander z.B. wie rechts aus.
Als nächstes wählt man das rechteckige Auswahlwerkzeug
und stellt eine Weiche Kante mit ca. dem 12tel der Bildbreite
ein. Das verwendete Foto hat eine Breite von 640 Pixeln, die
eingestellte Weiche Kante somit 55 Pixel.
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Wählen Sie das gesamte Bild mit dem Auswahl-Werkzeug.
Verwenden Sie allerdings nicht den Befehl "Alles Auswählen",
da ansonsten keine weichen Kanten erzeugt werden. Kehren Sie
die Auswahl mit STRG-SHIFT-I um und füllen die verbleibende
Auswahl auf einer neuen Ebene mit Schwarz. Als Ebenenmodus
wählen Sie Ineinanderkopieren (erreichbar
über einen Rechtsklick in der Ebenenpalette auf die entsprechende
Ebene und den Menüpunkt Fülloptionen). Anschließend
wird die Ebene einmal kopiert, um den Effekt zu verstärken. |
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| Wählen Sie die erste Ebene aus
und erstellen Sie dort eine neue Ebene. Als nächstes heben
Sie die Auswahl mit STRG-D auf. |
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Um die Mitte des Bildes leicht aufzuhellen wählt man
das Verlaufswerkzeug mit der Einstellung Vordergrund
zu Transparent und Radialverlauf.
Als Vordergrund verwendet man die Farbe weiß. Ziehen
Sie den Verlauf von der Mitte des Bildes zu der - je nach
Format - am weitesten entfernten Ecke. Anschließend
klickt man mit der rechten Maustaste auf die gerade erstellte
Ebene in der Ebenepalette und wählt über Fülloptionen
als Ebenenmodus Ineinanderkopieren. Die Dekckraft
der Ebene sollte auf 70% - 80% reduziert werden.

Anschließend können nun die Ebenen auf den Hintergrund
reduzieren werden und mit dem Gaußchen Weichzeichner
(Filter / Weichzeichnungfilter) nimmt man
dem Bild noch etwas Schärfe. Das Ergebnis der Bearbeitung
sieht dann wie folgt aus.
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Kapitel 2: Weitere
mit Photoshop erzeugte Lomobilder 
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