Auflösung und Kompression - Die Qual der Wahl?
Die IXUS-Serie bietet drei verschiedene Auflösungen und
drei unterschiedliche Kompressionsstärken. Insgesamt stehen
einem also neun Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Aber welche ist nun die Beste?
Grundsätzlich kann man sagen, dass man die bestmögliche
Qualität mit der höchsten Auflösung und der geringsten
Kompression erhält (Einstellung der Auflösung auf "L"
und Kompression auf "superfein"). Sollte die Größe
des Speichers nicht der limitierende Faktor sein, empfiehlt es sich
immer mit diesen Einstellungen zu arbeiten. Veränderungen wie
eine geringere Auflösung und höhere Kompression können
im Nachhinein immer am PC durchgeführt werden.
Befindet man sich allerdings z.B. im Urlaub oder in einer Situation,
in der man den Inhalt der Flash-Karte nicht einfach mal auf dem
PC sichern kann, stellt sich die Frage, welche Einstellungen den
besten Kompromiß zwischen Qualität und Speicheraufwand
liefern.
Eine Verringerung der Auflösung empfiehlt sich nur in den
Fällen, in denen man 100% sicher ist die Aufnahmen nur für
das Internet oder andere qualitativ minderwertige Aufgaben zu verwenden.
Eine kleinere Auflösung ergibt zwar eine drastisch kleiner
Dateigröße, allerdings sinkt auch die Qualität stark
und die Daten sind für Ausdrucke oder ähnliches kaum noch
zu gebrauchen.
Alternativ läßt sich die Kompression steigern. Dadurch
sinkt zwar auch die Qualität des Bildes, da eine höhere
Kompression mehr Artefakte (Fehler) im Bild erzeugt. Die Abstriche
bei der höchsten Kompression sind allerdings nicht so drastisch
wie bei einer Verkleinerung der Auflöung. Bei der höchsten
Auflösung der IXUS-Serie läßt sich durch die Änderung
der Kompression von "superfein" auf "normal"
eine Verringerung der Dateigröße um bis zu 70% erreichen.
Die Bilder der folgenden Tabelle zeigen die Auswirkungen einer
stärkeren Kompression auf. Als Objekt wurde einmal ein Ausschnitt
eines Teddybärs gewählt, sowie ein Bogen Millimeterpapier.
Die Objekte wurden immer von der selben Position unter gleichen
Bedingungen mit den unterschiedlichen Kompressionsstufen (normal,
fein, superfein) aufgenommen. Beim normalen Anblick sind fast keine
Unterschiede ersichtlich. Erst eine starke Vergrößerung
zeigt die steigende Anzahl von Artefakten bei höherer Kompression
auf. Durch Anklicken der Bilder wird jeweils ein ca. 450 x 450 Pixel
großer Ausschnitt gezeigt. Um durch das erneute Abspeichern
der Bilder keine zusätzliche Artefakte zu erzeugen, wurden
die Bilder mit dem verlustfreien PNG-24 Format gespeichert.
Fazit
Der Qualitätsunterschied zwischen "superfein" und
"fein" ist kaum ersichtlich, der Platzgewinn bei der höheren
Kompression "fein" beträgt allerdings bis zu 40%
im Vergleich zu "superfein". Es empfiehlt sich also hauptsächlich
auf die Einstellung "fein" bei maximaler Auflösung
zu setzten. Sollte man sich sicher sein das Bild auch mal bis zu
DIN A4 zu vergrößern, stellt man die Kompression einfach
auf "superfein" um, damit das letzte Quentchen Qualität
noch rausgeholt wird.
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