Minifernglas für die IXUS-Serie (200mm Zoom)
Vielen Dank an Hans-Georg Hartwig für diesen Artikel Die Digital-Ixus (Ur-Version bzw. V3) und das Miniaturfernglas 2.8x9 von Eschenbach (erhältlich bei Optikern, die Sehhilfen für Sehbehinderte führen) lassen sich sehr einfach miteinander kombinieren: Die Augenmuschel des Fernglases passt aussen auf das Objektiv.
Wenn die Augenmuschel auf dem Objektiv festsitzt, darf die Brennweite des Objektivs nicht verändert werden, weil dies möglicherweise den Motor beschädigen könnte. Vor der Montage ist daher die Tele-Einstellung des Objektivs zu wählen (vermeidet Vignettierung) und die automatische Abschaltung der Kamera zu deaktivieren. Die Kombination aus Kamera und Fernglas lässt sich in allen Einstellungen nutzen. Bei der Ur-Ixus stellt man die Optik auf unendlich ein, weil der Autofocus mit Fernglas unberechenbar reagiert. Fokussiert wird am Fernglas mit Hilfe des Displays der Kamera. Bei der Ixus V3 ist der deutlich verbesserte Autofocus dagegen sehr hilfreich, wenn man zunächst auf dem Display die Schärfe grob kontrolliert hat. Da das Fernglas bis auf eine Entfernung von 15cm scharf gestellt werden kann, erreicht man etwa den Maßstab 1:1. Die Brennweite entspricht, auf Kleinbild bezogen, knapp einem 200mm Teleobjektiv (Verwacklungsgefahr!). Abb. 2 und 3 zeigen Motive, die in der Telestellung des Kamera-Objektives aufgenommen wurden. Abb. 2a und 3a zeigen die selben Motive, aufgenommen mit dem aufgestülpten Fernglas vom gleichen Standort aus. Bei in der Tiefe gestaffelten Motiven fallen die optischen Mängel des kleinen Fernglases (Randunschärfe) kaum auf. Bei vielen Motiven lässt sich die Randunschärfe sogar als gestalterisches Element einsetzen. Fazit: Das daumengrosse Fernglas kann jederzeit mitgeführt werden und erweitert die Einsatzfähigkeit der Ixus unkompliziert und in erfreulicher Weise.
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