Datenretten keine Hexerei

3.) Extrahieren der Bilder

In dem vorhandenen Datenwust verbergen sich - hoffentlich - irgendwo die Bilder. Und hoffentlich sind sie nicht allzugut versteckt. Zunächst wollen wir feststellen, wieviele Bilder wir höchstens wiederherstellen können. Zu diesem Zweck verwenden wir die Suchfunktion und geben als Zeichenfolge „exif“ ein.

 

 

Hintergrund-
informationen

Anlegen einer Sicherheitskopie

Extrahieren der Bilder

 

Weil wir nur zählen wollen, kreuzen wir das Kästchen „Fundstellen zählen und speichern" an. In unserem Fall finden wir den Text 88mal, also sind höchstens 88 Bilder noch zu retten.

Nun wird es ernst. Wir suchen wieder den Text „exif“, diesmal achten wir darauf, daß das Kästchen nicht aktiviert ist. Achtung: wir müssen die Checkbox zweimal anklicken.

Nun haben wir das erste Vorkommen von „exif“ gefunden. Zu Beginn der Zeile stehen merkwürdige Zeichen, ein „y“ mit einem Doppelpunkt darüber wie bei einem „ö“, dann eine durchgestrichene Null und wieder das „y“ mit dem Doppelpunkt. Wir markieren das erste „y“ und klicken mit der rechten Maustaste. Wir wählen „Blockanfang“. Nun suchen wir mit F3 weiter und kommen nach 2maligem Drücken (beim ersten Mal finden wir die erste Fundstelle wieder, weil der Zeiger nun davor steht) das nächste Bild auf der Karte. Dort stehen ebenfalls wieder die merkwürdigen Zeichen. Wir positionieren den Cursor vor das erste „y“ und wählen mit der rechten Maustaste "„Blockende“. Nun sollten die Bytes blau markiert sein.

Wir wählen wieder Bearbeiten/Block markieren/in neue Datei und geben ganz kühn als Endung „jpg" an. Nach dem Wiederholen von Suchen und Markieren produzieren wir nun ein 2. Bild.

Die so entstandenen neuen Dateien kann man sich z.B. mit ACDSee oder Irfan anschauen. Es zeigt sich, daß die Bilder wieder komplett hergesttelt sind. Mit ein wenig Geduld sollte es also kein Problem sein, die scheinbar verschwundenen Bilder zu rekonstruieren. Also, an die Arbeit und viel Erfolg!

Anmerkungen:
Den von mir beschriebenen Weg habe ich auf die Schnelle gefunden. Es ist durchaus möglich und sogar sehr wahrscheinlich, daß es einfachere Methoden gibt, um zum gleichen Ziel zu gelangen. Ich habe diesen Weg gewählt, weil er sich mir unmittelbar ohne langes Studium der Hilfefunktion von WinHex erschlossen hat.

Mit wesentlich mehr Mühe ist es möglich, mit der Sharewareversion von WinHex die Bilder zu retten, indem man von der Karte 250kB-Stücke kopiert und diese dann zu einer Datei zusammensetzt bzw. die gleich die einzelenen Teile zu den JPG-Bilder zusammenfügt. Bei einer 128MB-Karte erfordert es daher 512 Einzelschritte, um die komplette Karte auf die Festplatte zu sichern. Sobald man sich um ein Byte geirrt hat, ist der ganze Erfolg der Aktion in Frage gestellt. Also, ich möchte mir das nicht antun.

Nochmals vielen Dank an Manuela für Ihre Anleitung.

 

   
 

Kapitel 1: Hintergrundinformationen  

 

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